Das gibt’s Neues
Adventsmeditationen – innehalten, Hoffnung teilen, Licht sein
In der Adventszeit waren alle Schülerinnen und Schüler einmal pro Woche jeweils 20 Minuten vor Unterrichtsbeginn zu einer Adventsmeditation eingeladen. Die drei Treffen boten Raum zum Innehalten, Nachdenken und Kraftschöpfen – mitten im oft hektischen Schul- und Alltagsleben.
In der ersten Adventswoche stand das Thema „Den Advent buchstabieren“ im Mittelpunkt. Ausgehend von Erfahrungen wie Atemlosigkeit, Durchhalten oder Trubel wurde ehrlich benannt, dass der Advent für viele Menschen mit Stress und Belastungen verbunden ist. Gleichzeitig erinnerte die Meditation an die ursprüngliche Bedeutung des Advents als Ankunft Gottes. In einem zweiten Schritt wurden die Buchstaben des Wortes „Advent“ mit positiven Haltungen wie Aufmerksamkeit, Dankbarkeit und Vorfreude gefüllt. Kleine Entspannungs- und Bewegungsübungen halfen dabei, Körper und Geist zur Ruhe kommen zu lassen und den Blick auf das Wesentliche zu lenken.
Die zweite Adventswoche lud unter dem Motto „Türen öffnen im Advent“ zum persönlichen Nachdenken ein. Die zentrale Botschaft lautete: Gott ist da, wo man ihn einlässt. Anhand des Bildes der Tür wurde deutlich, dass jeder Mensch selbst entscheiden kann, wofür er sein Herz öffnet – für Vertrauen, Hoffnung, Mitmenschen und für Gott. Die Meditation ermutigte dazu, bewusst Türen zu öffnen: für gute Gedanken, für Begegnungen und für das, was im Alltag trägt und stärkt. Als kleines Giveaway erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Mini-Tür, die sie im Alltag daran erinnern sollte, ihr Herz für Gott und füreinander offen zu halten.



In der dritten Adventswoche drehte sich alles um das Thema Licht. Zu Beginn halfen winterliche Atemübungen dabei, zur Ruhe zu kommen und bewusst im Moment anzukommen. Unter der Frage „Wie kann ich in der Welt ein Licht sein?“wurde anschließend darüber nachgedacht, wie groß die Dunkelheit in der Welt manchmal erscheint – durch Sorgen, Konflikte oder persönliche Probleme. Gleichzeitig wurde deutlich: Schon kleine Gesten können Licht ins Dunkel bringen. Ein freundliches Lächeln, ein aufmerksames Wort oder ein Telefonat mit einer guten Freundin können Hoffnung schenken und Wärme weitergeben. Als Erinnerung erhielten die Schülerinnen und Schüler ein Teelicht, das symbolisch dafür steht, dass bereits eine kleine Flamme einen Unterschied machen kann.
Die Adventsmeditationen waren ein besonderer Beitrag zum Schulleben. Sie boten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den Advent bewusst zu erleben, zur Ruhe zu kommen und sich auf Weihnachten als Fest der Hoffnung, des Lichts und der Nähe Gottes einzustimmen.
Der “Klima-Döner”: Ernährungsethik lebensnah im Religionsunterricht
Wie kommt ein Döner in den Religionsunterricht der Realschule?
Die Antwort ist vielschichtig. Für die Schülerinnen und Schüler zweier 10. Klassen diente das beliebte Fast-Food-Gericht als Anlass für ein interdisziplinäres Projekt, das die Themen Kulturbegegnung, Gemeinschaft und Ernährungsethik verband.
Der Döner ist nicht nur das Lieblingsgericht vieler Jugendlicher, sondern auch ein modernes Beispiel für die Begegnung verschiedener Kulturen und Religionen. Das gemeinsame Mahl spielt zudem im Christentum von Beginn an eine zentrale Rolle – ein idealer Anknüpfungspunkt für das Fach Religion.
Der wichtigste Grund für die Döner-Aktion lag jedoch in der Auseinandersetzung mit der Ernährungsethik unter der zentralen Fragestellung: Welche Auswirkungen hat unser Konsum auf die globalen Ressourcen und das Klima? Den Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern ist bewusst, dass der hohe Fleischkonsum einen signifikanten CO2-Ausstoß und einen immensen Flächenverbrauch zur Folge hat.
Um Alternativen aufzuzeigen, entwickelten die Schüler einen vegetarischen „Klima-Döner“. Als Fleischersatz dienten lecker gewürzte und gebackene Austernpilze, die dem traditionellen Döner geschmacklich und optisch sehr nahekamen.



In der praktischen Phase wurden die einzelnen Zutaten für beide Döner-Varianten gewogen. Mit einer speziellen App konnten die Lernenden anschließend den CO2-Ausstoß und den Flächenverbrauch des herkömmlichen Döners direkt mit der vegetarischen Version vergleichen.
Das Ergebnis war eindeutig: Die vegetarische Variante verbraucht deutlich weniger Ressourcen und ist dabei gesund und lecker.
Die gemeinsame Zubereitung und das anschließende Essen waren zugleich eine Belohnung für das engagierte Arbeiten der Gruppe in den vergangenen Wochen. Dieses Gemeinschaftserlebnis wurde zusätzlich dadurch bereichert, dass auch Schülerinnen und Schüler aus beiden Klassen, die das Fach Ethik besuchen, zu Gast waren.










