03. 02.

Online-Elternabend zur Cannabisprävention

Wie rede ich mit meinem Kind über Cannabis?

Der diesjährige Vortrag für Eltern, den Schule und Elternbeirat organisierten, fand diesmal in einem anderen Gewand statt, nämlich digital. In einem virtuellen Raum stellte Stefan Greb, der Schulleiter der Realschule in Eltmann, interessierten Eltern Informationen zu dem Thema zur Verfügung. Die Vorstellung fand im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit statt.

Im Vordergrund stand die Frage, wie ein offenes Gespräch mit Jugendlichen über Cannabis und seine Gefahren möglich ist. Wichtig dafür ist zuallererst, dass man selbst sich über das Thema informiert, da Halbwissen und Verteufelung eher dazu führen, dass das Kind seine Eltern nicht ernst nimmt und blockiert. Deshalb stellte Greb zunächst die verschiedenen Formen und Arten des Konsums der Droge vor, die man inhalieren oder auch verbacken in Keksen oder Brownies zu sich nehmen kann. Bei Letzteren ist besonders die verzögerte Wirkung gefährlich, die zu Überdosierung und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Anschließend wurden die Risiken des Konsums und die gesetzliche Lage seit der Teillegalisierung von 2024 aufgezeigt. Erstaunlicherweise wurde seit der Teillegalisierung noch keine signifikante Auswirkung auf die Nutzung bei Jugendlichen festgestellt, lediglich die Nachfrage zur medizinischen Nutzung sei gestiegen.

Doch wie reagiert man nun, wenn man mitbekommt, dass das Kind z. B. auf eine Party geht, auf der auch Cannabis konsumiert wird?

Zunächst ist es wichtig, eine klare Haltung zum Konsum von Cannabis einzunehmen. Auch müssten hierbei beide Eltern sich einig sein und an einem Strang ziehen. Spätestens jetzt sollte man mit dem Nachwuchs über die Risiken der scheinbar harmlosen Droge ohne den erhobenen Zeigefinger sprechen. Unbeteiligte, wie z.B. Geschwister, sollte man aus dem Raum schicken. Letzten Endes sei es aber wichtig, dem Kind zu vertrauen und ihm das auchzu signalisieren. Verbote seien weniger sinnvoll, da man dadurch den Jugendlichen zu einer „Jetzt erst recht“-Haltung verleite.

Und wie bei den meisten heiklen Themen in der Pubertät ist es wichtig, die Jugendlichen nicht nur auf ein Thema zu reduzieren, sondern auch zu betonen, was im Moment gut läuft, und dadurch ihr Selbstvertrauen zu stärken, so dass sie sich trauen, „Nein, danke“ zu sagen, wenn der Joint kreist.

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